Naturfotograf Rico Nestmann

An den Windflüchtern 10
Dranske OT Lancken
18556


Tel.:038 391 / 78 091
Fax :038 391 / 76 594

christina.nestmann@t-online.de

www.nestmanns-foto.de

Regelmäßig aktuelle Fotografien entdecken

08.01.2016

Ständig arbeitet Rico Nestmann als Naturfotograf und Autor an neuen Buch- und Fotoprojekten. Seit Juni 2011 gibt es für Besucher dieses Internetauftrittes regelmäßig aktuelle Fotografien zu entdecken.

Januar 2016

Die Landschaften der Insel Rügen haben wegen der anhaltenden Frostwitterung in den letzten Tagen vielerorts nicht nur bizarre Kleider aus Eis und Schnee angelegt. Die kalten Tage lassen auch Tierarten zum Vorschein treten, bei denen es den wenigsten Menschen vergönnt ist, sie einmal in freier Wildbahn beobachten zu können. Zu diesen "Phantomen" der Rügener Tierwelt gehört auch der Fischotter. Es gibt wohl keinen Naturfotografen, der es sich nicht wünscht, diese scheuen und seltenen Wassermarder in freier Wildfbahn fotografieren zu dürfen. Dementsprechend selten sind Aufnahmen von Fischottern in freier Wildbahn. Viele der Bilder, die in Büchern, Zeitschriften und Kalendern veröffentlicht werden, stammen von Tieren, die in Gefangenschaft gehalten werden. Dass dem Rügener Naturfotografen Rico Nestmann gleich zu Beginn des neuen Fotojahres am Großen Jasmunder Bodden ein Fischotter vor die Linse des Teleobjektivs laufen würde, war eher einem Zufall geschuldet. "Eigentlich wollte ich Singschwäne und Gänsesäger bei Sonnenaufgang auf dem Bodden fotografieren. Statt eines schönen Sonnenaufgangs, den es durch einen zu Beginn grauen Wintertag nicht gab, schwamm und lief mir ein Fischotter vor die Kamera", freut sich Rico Nestmann darüber, dass er das seltene Tier auch kurz in seiner vollen Größe auf dem ufernahen Eis beobachten und fotografieren konnte. "Diesen Winter werde ich noch öfter zu diesem Boddenufer fahren, denn ich bin mir sicher, dass sich dort noch bessere, schönere und spektakulärere Aufnahmen von Fischottern in freier Wildbahn anfertigen lassen", ist sich Rico Nestmann sicher.

Nikon D7000; AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 2000; Blende 5,6; 1/400 Sek.


November 2015

Was für ein Sonnenaufgang am Lac du Der-Chantecoq: 50.000 Kraniche verlassen die Flachwasserbereiche des riesigen Sees, der für die Kraniche im Herbst auf ihrem Weg durch Frankreich in Richtung Spanien einen wichtigen Zwischenstopp darstellt. Dabei führt der See in der Region Champagne-Ardenne, der seinerzeit als Trinkwasser-Rückhaltebecken für den Großraum Paris angelegt wurde, nur im Winter viel Wasser. Im Herbst dagegen, wenn sich die größten Kranich-Ansammlungen des Jahres am See aufhalten, führt das Gewässer Niedrigwasser - ragen an vielen Stellen kleinere und größere Berge aus dem Wasser hervor. Die Kraniche, die sich gemeinsam mit hunderten Silberreihern sowie zahlreichen Graugänsen am Lac du Der-Chantecoq ein Stelldichein geben, nehmen diesen See dennoch gern als sicheren Schlafplatz für die Nacht an.

Sonnenaufgang

Nikon D7000; AF-S Nikkor 2,8/80-200mm IF ED G; ISO 800; Blende 8,0; 1/640 Sek.

 

Juni 2015

Der 30. Juni 2015 war jener Tag, an dem die Sommerhitze nach Deutschland kam. Jener Tag, an dem die Wildtiere ein erfrischendes Bad in kühlem Nass suchten. Jener Tag, an dem es dem Rügener Naturfotografen Rico Nestmann endlich gelungen ist, an einer Badestelle der Seeadler auf der Insel Rügen jene Fotos aufnehmen zu können, auf die er drei Jahre gewartet hatte. Seeadler lieben das Baden, doch nur wenige Stellen eignen sich für ein Fotoprojekt. Sechs Seeadler besuchten im Tagesverlauf die Badestelle und gaben dem erfolgreichen Naturfotografen und vielfachen Buchautor die Möglichkeit, faszinierende Einblicke in das Badeleben dieser mächtigen Greifvögel zu bekommen. Ein Altvogel sowie fünf jugendliche Seeadler nahmen ein ausgiebiges Bad, kühlten sich ab, reinigten das Gefieder und stritten sich um kleine Stöcke. Rund 400 Bilder kamen dabei zusammen.

Nikon D4; AF-S Nikkor 4,0/600mm IF ED VR G + Telekonverter TC 14 E II;
ISO 800; Blende 7,1; 1/2.000 Sek.

 

April 2015

Auf dem Frühjahrszug gibt es für Kraniche und Tierfotografen in Skandinavien einen ganz besonderen Ort - den Hornborga See in Västergötland in Schweden. Hier legen alljährlich bis zu 20.000 Kraniche einen Zwischenstopp ein, bevor sie ihre Brutgebiete in Schweden und Norwegen aufsuchen. Der Hornborga See ist ein ganz besonderer Ort, an dem sich spektakuläre Szenen des Balztanzes einfangen lassen. Das Besondere an den Tanzeinlagen der Kraniche ist, dass diese an manchen Stellen auf Anhöhen vorgetragen werden. Das gibt dem Tierfotografen die Möglichkeit, den Tanz des Kranichs vor freiem Himmel einzufangen. Der Rügener Tierfotograf Rico Nestmann war nach 2013 vor wenigen Tagen zum zweiten Mal am See und hat dort mehrere Tage lang fotografiert. Die neuen Bilder werden von 2015 bis 2017 unter anderem in mehreren Büchern sowie in Kranich-Kalendern erscheinen.

Nikon D4; AF-S Nikkor 4,0/600mm IF ED VR G + Teleconverter TC 14 E II;
ISO 800; Blende 7,1; 1/2.500 Sek.


März 2015

Seit mehreren Jahren begleitet der Rügener Naturfotograf Rico Nestmann die Kraniche entlang des Westeuropäischen Zugweges mit seinen Kameras und Teleobjektiven. Inzwischen hat Nestmann die "Vögel des Glücks" in Schweden, Deutschland, Frankreich und Spanien fotografiert. Im Februar 2014 war Rico Nestmann bei den Kranichen in der Extremadura in Spanien zu Gast. Vor wenigen Tagen kehrte der Rüganer von einer weiteren Fotoreise zu den Kranichen nach Spanien zurück, die ihn von Februar bis März dieses Jahres an den großen Rast- und Überwinterungsplatz Laguna de Gallocanta führte. Rund 1.000 Fotografien sind hierbei entstanden, von denen eine Vielzahl der Bilder bisher noch nie fotografierte Verhaltensweisen von Kranichen zeigen. Zum Höhepunkt des Frühjahrszuges der Kraniche an der Laguna de Gallocanta hielten sich dort am 24. Februar 2015 insgesamt mehr als 83.000 Vögel auf. Das Bild des Monats März 2015 zeigt einen badenden Kranich, der bei traumhaftem Licht um 16.30 Uhr fotografiert wurde. Die spritzenden Wassertropfen glitzern wie Diamanten in der Sonne ...

Nikon D4; Nikkor AF-S 4,0/600mm IF ED VR G; ISO 400; Blende 6,3; 1/3200 Sek.


November 2014

Wo Seeadler in freier Wildbahn auch auftauchen mögen - immer haben die stolzen Greifvögel einige Nebelkrähen im Schlepptau. Die vorwitzigen und neugierigen Krähenvögel belauern den Seeadler auf Schritt und Tritt und hoffen auf leichtes Futter. Immer dann, wenn sich der König der Lüfte über ein Beutetier hermacht - sei es auf einer Wiese am See, einer Schlickfläche am Boddenufer oder am Strand der Ostsee -, sitzen einige Nebelkrähen in der Nähe, um den Adler zu ärgern. Die Krähen pirschen sich von hinten an den Seeadler heran und ziehen ihm an seinen Schwanzfedern. Im Bild des Monats November hat sich dieser Jungadler einen Platz in luftiger Höhe gesucht - und hat dennoch keine Ruhe vor der Nebelkrähe. Der Singvogel flog minutenlang Scheinattacken gegen den Greifvogel. Die vorwitzige Krähe schaffte es aber nicht, den mächtigen Greif zum Abfliegen zu bewegen. Irgendwann ließ die Nebelkrähe vom Seeadler ab und zog von dannen.

Nikon D4; Nikkor AF-S 4,0/600mm IF ED VR G; ISO 500; Blende 8,0; 1/1250 Sek.


Juni 2014

Für seinen neuen Bildband TIERE DER OSTSEE, der Anfang August im Demmler Verlag erscheint, hat der Rügener Naturfotograf Rico Nestmann vor wenigen Tagen auch Schweinswale in Dänemark fotografiert. Die in der Südlichen Ostsee extrem seltenen Meeressäuger gehören zu den Zahnwalen und werden auch Kleiner Tümmler genannt. Bei Tauchgängen von bis zu fünf Minuten machen Schweinswale Jagd auf kleine Fische. In der Ostsee ernähren sich die kleinen Wale hauptsächlich von Heringen, Sprotten und Dorschen. Die Tiere orten die Beute mit ihrem Sonar. Dazu senden sie Schallwellen in ihre Umgebung aus. Mit Hilfe des zurückkehrenden Echos sind sie in der Lage, sich ein Bild der Unterwasser-Landschaft zu machen und ihre Beute genau zu lokalisieren. Schweinswale werden bis zu 170 Zentimeter (Weibchen) und 150 Zentimeter (Männchen) lang.

GoPro HERO 3+ Black Edition mit Unterwasser-Gehäuse und Teleskop-Handhalterung


April 2014

Die Ostsee bietet Tier- und Naturfotografen über das ganze Jahr hinweg lohnende Motive. Seien es malerische Sonnenuntergänge, Wellen in schneller oder langsamer Bewegung, Buhnen, Steine und vieles andere mehr. An der Ostsee gibt es auch faszinierende Tierarten, die sich am größten Brackwassermeer der Erde entsprechende Nahrungsnischen erschlossen haben und spezielle Lebensräume bewohnen. Die Silbermöwe ist als größte heimische Brutmöwe regelmäßig zwischen Spülsaum und Düne unterwegs, um hier nach Nahrung zu suchen. Silbermöwen brüten in Kolonien - meistens auf Vogelinseln, hin und wieder auch auf großen Flachdächern.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 2,8/80-200mm IF ED G; ISO 800; Blende 8,0; 1/1600 Sek.


März 2014

Der Frühjahrszug der Kraniche läuft bei der milden Witterung bereits auf Hochtouren. Die "Vögel des Glücks", die die letzten vier Monate in Frankreich und Spanien verbracht haben, legen auf ihrem Weg in den Norden an der Darß-Zingster Boddenkette und auf Rügen einen Zwischenstopp ein. Die jungen Kraniche, die sich im Winterquartier von den Altvögeln getrennt haben und bis zum Eintreten der Geschlechtsreife im Alter von drei Jahren als Junggesellen unterwegs sind, wollen wie alle Halbstarken ihre Kraft und Dominanz unter Beweis stellen. Daher kommt es an den Rastplätzen, wie hier am Lac du Der (Frankreich), immer wieder zu Streitigkeiten und Kämpfen der jungen Kraniche. Diese Gefechte um die Lufthoheit und besten Futtergründe enden in der Regel harmlos.

Nikon D4; Nikkor AF-S 4,0/600mm IF ED VR G; ISO 800; Blende 4,5; 1/2500 Sek.


Februar 2014

Im zweiten Monat des neuen Jahres hat der Rügener Naturfotograf Rico Nestmann sein Fotorevier an der Ostseeküste verlassen, um für ein neues Buch über die "Vögel des Glücks" Kraniche im Winterquartier in der spanischen Extremadura zu fotografieren. Dabei machte der Insulaner auf den Spuren der Kraniche auch einen Abstecher zu den Gänsegeiern und Mönchsgeiern im Nationalpark "Monfragüe". Die bisher einzige Begegnung mit Geiern hatte Rico Nestmann 2002, als sich ein junger Bartgeier für ein paar Tage auf die Ostseeinsel Rügen verirrte. Damals war es der Erstnachweis eines Bartgeiers für Deutschlands größte Insel. Für das Spanien-Kapitel im Kranich-Bildband über die Extremadura wollte der renommierte Naturfotograf und vielfache Buchautor ein Bild haben, das einen Gänsegeier zeigt, der über einer Dehesa (Wäldchen mit Steineichen) kreist - das Sinnbild der Extremadura. Bei bestem Flugwetter mit viel Wind und Sonnenschein waren zwischen 150 und 200 Gänsegeier in der Luft und ließen das Herz des Greifvogel-Fans höher schlagen.

Nikon D4; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 800; Blende 4,5; 1/1000 Sek.


Oktober 2013

Der goldene Oktober ist da - und mit ihm leuchtend bunte Herbstfarben. Dass es Seeadler manchmal bunt treiben, zeigt diese neue Wildlife-Fotografie der Extraklasse, die der Rügener Naturfotograf Rico Nestmann nach tagelangen Ansitzen auf seiner Heimatinsel angefertigt hat. Das adulte Seeadlerpaar kommt regelmäßig auf diese trockene Birke, um von hier aus die Blicke über das Revier schweifen zu lassen und nach Beute Ausschau zu halten.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 800; Blende 6,3; 1/800 Sek.


August 2013

Sie sind wieder da - die "Vögel des Glücks". Zwar beginnt der Zug der Kraniche an Bodden und Meer noch zögerlich, doch am dritten August-Wochenende (17./18. August) wurden bereits 1.322 Kraniche in der Küstenregion Vorpommerns gezählt. Blickt man diesem Kranich ins Auge, dann kann man das Versteck sehen, in dem der Tierfotograf sitzt. Bei eingehender Betrachtung dieser Fotografie in der entsprechenden Vergrößerung fiel mir sofort ein Bilddokument des Altmeisters der Tierfotografie, Frans Lanting, ein. Der in den USA lebende Holländer hatte seinerzeit in Afrika ein Zebra fotografiert, das von Jägern erschossen wurde. Das Tier lag mit gebrochenen Pupillen im Staub der Savanne - die Jäger standen stolz vor ihrer Beute. In einem Auge des erlegten Zebras spiegelten sich die Männer wider - eine beeindruckende Fotografie. Zurück zu den Kranichen: Bis Anfang Oktober werden sich wieder zwischen 60.000 und 70.000 Kraniche in der Rügen-Bock-Region versammeln, um sich an einem der bedeutendsten Rastplätze Mitteleuropas für den Weiterflug in die französischen und spanischen Winterquartiere zu stärken.

Nikon D4; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 800; Blende 4,5; 1/320 Sek.


Juni 2013

Vogelinseln sind besondere Rückzugsgebiete für seltene Küstenvögel. Entlang der Küste von Mecklenburg-Vorpommern gibt es 31 Küstenvogelschutzgebiete - von der Wismarbucht bis nach Usedom. Sieben Vogelinseln befinden sich im Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft". Zu den Vogelinseln, die sich im Territorium der Insel Rügen befinden, gehört die Vogelinsel Beuchel. Beim Blick auf dieses kleine Eiland aus der Vogelperspektive wird deutlich, wie schön geformt das Inselchen ist. Hier brüten Silber- und Lachmöwen sowie Brandseeschwalben und verschiedene Wat- und Wasservögel. Der Beuchel ist eine jener Vogelinseln, auf denen seltene Küstenvögel alljährlich noch brüten und ihre Jungen aufziehen können. Leider sind durch den wachsenden Druck von tierischen Einwanderern - beispielsweise Marderhund und Amerikanischer Nerz (Mink) - viele Vogelinseln inzwischen verwaist. Das Bewahren der verbliebenen Küstenvogelschutzgebiete ist die derzeit dringlichste Aufgabe des Natur- und Artenschutzes an Bodden und Meer.

Nikon D2Xs; Nikkor 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 200; Blende 5,6; 1/500 Sek.


Mai 2013

Seit 20 Jahren fotografiert und beobachtet der Rügener Naturfotograf Rico Nestmann Seeadler in freier Wildbahn. Bereits zwei Bücher hat der Insulaner zu diesem imposanten Greifvogel veröffentlicht. Seit fünf Jahren laufen die Fotoarbeiten zu einem neuen, großen Bildband über die Könige der Lüfte. Immer wieder ist Rico Nestmann dabei auf der Suche nach interessanten Plätzen, an denen Seeadler verschiedene Verhaltensweisen zeigen. Vor wenigen Tagen hat der Rüganer auf seiner Heimatinsel einen Badeplatz der Seeadler entdeckt, an dem sich über den Tag verteilt gleich mehrere Adler ein Stelldichein geben. Bei einem 13-Stunden-Ansitz konnte nun der erste Jungadler beim Baden fotografiert werden. Die Hoffnung ist groß, dass an dieser Stelle einmal Fotos von mehreren badenden Seeadlern entstehen. Da heißt es dranbleiben!

Nikon D7000; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 400; Blende 8,0; 1/640 Sek.


April 2013

Es gibt einen besonderen Ort in Europa, an dem man - mit etwas Glück - Kraniche und Singschwäne gemeinsam fotografieren kann. Dieser Ort liegt in Schweden - am Hornborga See. Durch den langen Winter in diesem Jahr hat sich der Zug von Kranichen und Singschwänen deutlich nach hinten verlagert. War der Höhepunkt des Frühjahrszuges der Kraniche am wichtigsten Rastplatz dieser Vögel in Skandinavien im langjährigen Mittel immer Anfang April zu verzeichnen, fand dieser im laufenden Jahr erst Mitte des Monats statt. So konnten am 11. und 12. April 2013 mehr als 12.000 Kraniche und Tausende von Singschwänen am Hornborga See gezählt werden. Bei einem 17-Stunden-Ansitz in einem der Fotoverstecke am Hornborga See - durchgeführt am 12. April 2013 - wurde das "Bild des Monats" April 2013 aufgenommen: Rivalisierende Singschwäne im dichten Schneetreiben.

Nikon D4; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 800; Blende 5,6; 1/125 Sek.


März 2013

Es gibt Fotografien, die man schon lange vorher im Kopf hat, bevor man sie letztendlich aufnehmen kann. Lange stand auf meiner Wunschliste das fotografische Thema Kraniche im Schnee ganz oben. Wenn die Kraniche im Oktober und November im vorpommerschen Küstenland verweilten, lag bisher noch kein Schnee und wenn die "Vögel des Glücks" im März auf dem Weg ins Brutrevier abermals hier rasteten, war der Schnee schon weg. Heute hat es endlich geklappt und ich konnte die Kraniche im Schnee auf der Rügener Halbinsel Jasmund auf einem umgepflügten Acker nahe der Ortschaft Sagard fotografieren.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 500; Blende 8,0; 1/1.600 Sek.


Februar 2013

Wenn es Synonyme für den Winter gibt, dann sind es Frost, Eis und Schnee. Viele Menschen - insbesondere Landschaftsfotografen - sind in der kältesten Zeit des Jahres auf der Suche nach winterlichen Motiven. Schneebedeckte Landschaften, Eiszapfen an Schilfdächern, Steine im Spülsaum der Ostsee mit einer "gläsernen Kruste" auf Zeit - die Liste möglicher Motive ist lang. Ein beliebter "Wallfahrtsort" für Landschaftsfotografen mit der Lust auf winterliche Motive ist alljährlich der Stadthafen von Sassnitz auf der Insel Rügen. An der Mole sorgen das Zusammenspiel von Frost, Wasser und Wind alljährlich für bizarre Eisskulpturen - so auch im Februar dieses Jahres.

Nikon D2Xs; Nikkor AF-S 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 200; Blende 22,0; 1/60 Sek.

 

Januar 2013

Der Januar präsentierte sich mit Frost, Eis und Schnee als echter Wintermonat - zumindest bis vor wenigen Tagen. An Bodden und Meer gab es bizarre Gebilde aus Wasser, Frost und Zeit - auf den Feldern leuchtete die weiße Pracht und die Kälte zwickte in der Nase. Doch der Winter hat eine Pause eingelegt - zweistellige Plusgrade lassen momentan nur noch wenig Wintergefühl aufkommen. Sicher war's das noch nicht, denn der Winter hat noch im Februar und März Zeit, in die Landstriche zwischen Bodden und Meer zurückzukehren. Das Bild des Monats Januar entstand bei einem Blick von der Halbinsel Bug hinüber nach Hiddensee. Am vereisten Ufer tummelten sich zahlreiche Wasservögel, für die die jetzige Zeit doch deutlich entspannter ist.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 2,8/80-200mm IF ED G; ISO 500; Blende 13,0; 1/400 Sek.


Dezember 2012

Ein malerischer Wintertag geht zu Ende. Die Luft ist kalt und klar. Still ruht der Große Jasmunder Bodden. Kein Windhauch bewegt das erstarrte Schilf am Ufer. Einige Graureiher stehen auf dem Eis. Die Vögel scheinen ihre Köpfe an diesem Abend noch etwas weiter zwischen die Schultern zu ziehen, um so der Kälte weniger Angriffsfläche zu bieten. Ein Fischerboot liegt fest vertäut an der Lietzower Schleuse. Der feine Schnee, der sich leise und sanft auf den alten Holzkahn niedergelegt hat, ist unberührt. Winteridylle auf Rügen - nahe der viel befahrenen Bundesstraße 96. Ein stiller, fast poetischer Moment in einer schnelllebigen, hektischen Zeit.

Nikon D100; Nikkor AF-S 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 200; Blende 22; 1/40 Sek.

 

November 2012

Eigentlich ist der diesjährige Herbstzug der Kraniche längst Geschichte. Die Höchstzahl am Rastplatz "Rügen-Bock-Region" wurde am 14. Oktober 2012 mit 66.140 Kranichen erreicht. Auch wenn sich die "Vögel des Glücks" nicht mehr in großen Scharen in den Landstrichen zwischen Ostsee und Bodden präsentieren - noch immer sind Kraniche auf Deutschlands größter Insel anzuteffen. Zwischen 350 und 400 Vögel stärken sich dieser Tage noch immer auf einem abgeernteten Maisfeld nahe Rothenkirchen - vergesellschaftet mit hunderten von Bläss- und Saatgänsen. Abends fliegen die Kraniche zu ihren Schlafplätzen in den Flachwasserzonen. An einem Schlafplatz der Glücksvögel auf Rügen entstand an einem Novembermorgen voller Nebel diese stimmungsvolle Kranich-Fotografie - das "Bild des Monats" November 2012.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 1.000; Blende 4,0; 1/125 Sek.

 

Oktober 2012

Rügen - Deutschlands größte Insel - ist für seine einzigartige Natur bekannt. Doch nicht nur Rügens Kreidefelsen, das Kap Arkona oder das Mönchgut vermögen den Betrachter zu fesseln und den Naturliebhaber in ihren Bann zu ziehen. Weltbekannt sind auch Rügens Alleen. Besonders jetzt, im goldenen Oktober, erstrahlen die erhabenen Baumreihen entlang der Straßen in einem besonderen Licht, leuchten die Farben des Herbstes besonders schön. Rügens Alleen müssen geschützt werden, denn sie sind Wahrzeichen der Ostseeinsel. Diese Aufnahme entstand an einer der schönsten Alleen auf Deutschlands größter Insel - zwischen Kasnevitz und Garz.

Nikon D2Xs; Nikkor AF-S 2,8/80-200mm IF ED G; ISO 800; Blende 9,0; 1/80 Sek.


September 2012

Sie jagen Bienen, Wespen und Libellen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Senegal und Somalia bis nach Tansania. Die Scharlachspinte, die zur Familie der Bienenfresser gehören, könnten es nie aus eigener Kraft aus Zentralafrika auf Deutschlands größte Insel schaffen. Dennoch geben sich seit gut fünf Wochen drei Scharlachspinte täglich im Rügener Inselnorden ein Stelldichein. Mehrmals am Tag finden sich die exotisch gefärbten Vögel auf dem Parkplatz einer Ferienanlage auf dem Bakenberg ein - einer Ortslage der Wittower Gemeinde Dranske. Die Vögel landen in den kahlen Ästen der Bäume und starten von dort aus zu ihren imposanten Jagdflügen. Bei exotischen Vogelarten, die auf keinen Fall auf natürlichem Wege und aus eigener Kraft in fremde oder unübliche Lebensräume gelangen können, spricht man im Fachjargon von "Gefangenschafts-Flüchtlingen". Verwunderlich ist nur, dass keiner der drei Scharlachspinte beringt ist und sich die Vögel seit Wochen in freier Wildbahn zurechtfinden und selbstständig jagen.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 500; Blende 8,0; 1/250 Sek.


August 2012

Wenn sich die Landstriche zwischen Ostsee und Bodden allmählich einen herbstlichen Anstrich zulegen und von den abgeernteten Getreidefeldern die klagenden Rufe der Goldregenpfeifer ertönen, dann ist sie nicht mehr weit - die bunteste Zeit des Jahres. Bald steht der Herbst auf der Leiter und malt die Blätter an. Knapp 7.000 Kraniche halten sich bereits in der Vorpommerschen Boddenlandschaft auf. Bis es wieder zwischen 50.000 und 70.000 "Vögel der Glücks" sind, werden noch einige Wochen vergehen. Dann legen auch wieder viele Wildgänse aus dem hohen Norden einen Zwischenstopp an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns ein. Derzeit kann man auf der Insel Rügen vielerorts größere Ansammlungen von Kanadagänsen beobachten - eine erste Vorhut der gewaltigen Schwärme von Bläss-, Weißwangen- und Saatgänsen, wie sie in wenigen Wochen wieder das natürliche Bild auf Deutschlands größter Insel prägen werden. Die Kanadagans ist ein Vogel, der dem Namen nach eigentlich in Nordamerika beheimatet ist, doch Mitte der 1960er Jahre wurde diese Vogelart in Schweden eingebürgert. Von dort aus hat sich die Kanadagans aus eigener Kraft über weite Teile Europas ausgebreitet und ist auch an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns ein regelmäßiger, aber seltener Brutvogel.

Nikon D2Xs; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 400; Blende 4,0; 1/2.000 Sek.


Juli 2012

Denken Sie beim Betrachten dieser Luftbild-Fotografie, dass diese in Brasilien am Amazonas aufgenommen wurde? Weit gefehlt, denn diese fotografische Impression entstand am 25. Juli 2012 in knapp 600 Metern Höhe über dem Mittelsee auf der Rügener Halbinsel Jasmund. Der Gewässerbereich, der links im Bild zu sehen ist, gehört zum Großen Jasmunder Bodden. Der Gewässerbereich, der rechts im Bild zu sehen ist, gehört zum Spyker See. Dazwischen liegt der Mittelsee. Am Durchschnitt dieses Sees zum Großen Jasmunder Bodden sind zwei Flachwasserbereiche zu erkennen. Dort befindet sich ein wichtiger Schlafplatz für den Kranich, der Ende September / Anfang Oktober von bis zu 5.000 Vögeln aufgesucht wird. Diese Jasmunder Seenlandschaft ist ein Naturschutzgebiet und darf abseits der ausgewiesenen Wege nicht betreten werden.

Nikon D2Xs; Nikkor AF-S 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 320; Blende 5,6; 1/800 Sek.


Juni 2012

Dass die Insel Rügen - das bevorzugte Fotorevier von Rico Nestmann - nicht nur viele Tierarten als mögliche Fotomotive, sondern auch einzigartige Landschaften zu bieten hat, versteht sich von selbst. Für seine Buch-, Bildband- und Kalenderprojekte ist Rico Nestmann sehr viel unterwegs und versucht dabei immer die Landschaften, Licht- und Wetterstimmungen auf der Ostseeinsel Rügen in eindrucksvollen und schönen Bildern festzuhalten. Diese abendliche Impression im Hafen von Gager ist ein Kandidat für den neuen Rügen-Kalender von Rico Nestmann, der erstmals im April 2013 erscheinen wird. Kenner und Käufer des Kranich-Kalenders des Insulaners dürfen sich schon jetzt auf eine qualitativ hochwertige Variante des Rügen-Kalenders in ähnlicher Form freuen.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 200; Blende 18; 1/40 Sek.

 

Mai 2012

Oft sind es "gewöhnliche" oder "alltägliche" Tierarten, die ein schönes Foto ergeben. Bei einem Ansitz auf Großvögel am Rande einer Seewiese auf Rügen kam mir am frühen Morgen diese Bachstelze vor die Linse. Der Vogel suchte direkt vor meinem Tarnzelt im noch feuchten Gras nach Insekten. Das Glitzern der Wassertropfen zwischen den Grashalmen war eine perfekte Kulisse für dieses Foto. Die Bachstelze ist uns von Haus, Hof und Garten bekannt - der Vogel ist ein so genannter Halboffenbrüter, der sein Nest immer im Schutz eines Gebäudes, eines Fahrzeugs oder einer Maschine anlegt. Manchmal entdeckt der Mensch diese Vögel nur zufällig - immer dann, wenn er mal aufräumt.

Nikon D7000; Nikkor AF-S 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 500; Blende 4,0; 1/1.000 Sek.


April 2012

Wann immer Seeadler an Sammelplätzen in Wassernähe auftauchen, kommt es unter den Vögeln zu Streitereien. Das kann der "Wettkampf" um den besten Sitzplatz sein oder das Ringen um eine potentielle Futterquelle. Oft sind es junge Seeadler, die sich spektakuläre Kämpfe liefern. In der Regel gehen diese Auseinandersetzungen mit Schnabel, Schwinge und Fang jedoch glimpflich aus. Dieses Foto mit den kämpfenden Seeadlern entstand am 14. April am Ostseestrand zwischen Rügen (Südbug) und Hiddensee (Neuer Bessin).

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 200; Blende 4,0; 1/1.600 Sek.


März 2012

Um 1900 an den Ostseeküsten von Mecklenburg-Vorpommern durch Menschenhand ausgerottet, kehren die immer noch als heimische Säugetierarten geltenden Kegelrobben und Seehunde in ihre einstigen Lebensräume an Bodden und Meer zurück. Seit einigen Jahren lebt am "Großen Stubber" - einer Untiefe im Greifswalder Bodden - eine kleine Population von Kegelrobben. Vergangene Woche wurden mehrere Tage lang zwischen drei und zehn Kegelrobben in der Ostsee vor Kap Arkona beobachtet. Auch Seehunde kehren allmählich wieder in ihre angestammten Lebensräume im südlichen Ostseeraum zurück. Dieser Seehund, den Naturfotograf Rico Nestmann quasi vor seiner Haustür ablichten konnte, hatte sich in einen flachen Findling an der Ostseeküste im Nordwesten der Halbinsel Wittow "verliebt". Immer wieder stattete die Robbe diesem Stein im Rügener Inselnorden, an der Ostseeküste zwischen Dranske und Kreptitz, einen Besuch ab. Faszinierend, ein derartiges Tier aus nächster Nähe beobachten und fotografieren zu können.

Nikon D7000; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 1.000; Blende 7,1; 1/500 Sek.

 

Februar 2012

Bei einer winterlichen Fotopirsch auf dem Südbug - einem Gebiet auf der Insel Rügen, das zum Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft" gehört - stieß Naturfotograf und Buchautor Rico Nestmann am 6. Februar im Schilfgürtel des Wieker Boddens auf ein Trupp Bartmeisen. Diese possierlichen Vögel mit dem überlangen Schwanz sind nur äußerst selten auf Deutschlands größter Insel anzutreffen. Wenn überhaupt, dann nur im Winter - wenn Nachweise gelingen, dann auf dem Südbug. Die Bartmeise ist der einzige bei uns vorkommende Vertreter der überwiegend in Südasien beheimateten Familie der Timalien - auch Drosselmeisen genannt. Bevor man die Bartmeise sieht, sind ihre Kontaktrufe zu hören, die wie ein gequetschtes "dschä" oder "dä" klingen. Im Winter ernähren sich diese Vögel von Schilfsamen.

Nikon D7000; AF-S Nikkor 2,8/80-200mm IF ED G; ISO 400; Blende 4,5; 1/3200 sek.

 

Januar 2012

Auch wenn es in der letzten Nacht erstmalig Frost gegeben hat, präsentiert sich der diesjährige Winter ausgesprochen mild. Davon profitieren momentan viele Zugvögel, die im November ihre nordische Brutheimat verlassen haben, um die kälteste Zeit des Jahres in wärmeren Gefilden im Süden zu verbringen. Wenn sich der Winter an der vorpommerschen Ostseeküste jedoch von seiner milden Seite zeigt, bringt das für Ente, Schwan & Co. deutliche Verkürzungen der Zugwege mit sich. Besonders Singschwäne und Kanadagänse haben momentan keinen Grund zum Weiterziehen und tummeln sich in großer Zahl auf den Feldern der Küstenregion - wie heute auf einem Rapsschlag nahe der Wittower Fähre im Norden der Insel Rügen. In den letzten Tagen gaben sich hier bis zu 250 Singschwäne und 400 Kanadagänse ein Stelldichein. In der Ferne grüßt der Leuchtturm von Hiddensee.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 400; Blende 11; 1/160 Sek.

 

Dezember

Da es bis jetzt keinen richtigen Winter gibt, möchte ich alle Besucher dieses Internetauftrittes mit einem richtigen Winterbild vom Anfang dieses Jahres ins neue Jahr entlassen. Die Fotografie entstand im Januar dieses Jahres auf der komplett vereisten Mole im Sassnitzer Stadthafen. Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, allen Foto-, Literatur-, Kunst- und Kulturfreunden einen guten Rutsch sowie ein erfolgreiches, schönes und gesundes 2012 zu wünschen. Gut Licht!

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 400; Blende 16,0; 1/30 Sek.

 

November 2011

Es sind besondere Landschaften, einzigartige Momente sowie faszinierende Licht- und Wetterstimmungen, die sich tief ins das Gedächtnis des Naturfotografen einbrennen. Diesen Sonnenuntergang nahm Rico Nestmann dieser Tage an der Ostseeküste des Südbugs auf. Einem unberührten Landstrich zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee, der zum Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft" gehört und dort in die Kernzone I fällt. Der Südbug ist ein besonderes Gebiet, weil das davor liegende Areal, der so genannte Nordbug, mehr als 80 Jahre lang militärisch genutzt wurde. Bis heute bleibt die Halbinsel Bug durch ein eisernes Tor verschlossen. Nur mit Ausnahmegenehmigung darf man dieses Gebiet betreten. Durch den Schutz der Militärs blieb auf dem Südbug eine einzigartige Flora und Fauna erhalten. Diese sind Gegenstand eines aktuellen Fotoprojektes von Rico Nestmann - und das im Wandel der Jahreszeiten.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 400; Blende 16,0; 1/30 Sek.

 

Oktober 2011

"Zur Blauen Stunde tanzen die Stare" - so der Titel dieser Fotografie, die im Oktober 2011 am Ufer des Breeger Boddens im Rügener Inselnorden entstand. Nicht nur Kraniche und Wildgänse bevölkern zu dieser Zeit die Landstriche von Deutschlands größtem Eiland, sondern auch Singvögel. Allen voran die Stare, die sich allabendlich zu gewaltigen Schwärmen zusammenfinden, um die Nacht im Schutz der Gemeinschaft zu verbringen. Mit einsetzender Dämmerung versammeln sich die Stare zum Schlafen nicht nur in Bäumen, Büschen oder Hecken. Rügen ist zudem für seine "wässrigen" Schlafplätze der Stare bekannt, die sich in der so genannten "Blauen Stunde" in Schilfgürteln einfinden. Bevor der Schwarm zur Landung ansetzt, gibt es dicht über dem Wasser ein rasantes Auf und Ab, das wie ein auf den letzten Vogel genau abgestimmter Tanz anmutet.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 800; Blende 4,0; 1/80 Sek.

 

September 2011

Bei einem Fotoansitz am Ufer des Breeger Boddens im Norden der Insel Rügen, der eigentlich Kranichen galt, gelangen dem Rügener Naturfotografen am 30. September 2011 kostbare Aufnahmen des in unseren Breiten nur sehr selten vorkommenden Silberreihers. Der Vogel zog auf der Suche nach Nahrung dicht an der Schilfkante entlang und lief dem Fotografen direkt ins Bild. Der reinweiße Schreitvogel, der als Brutvogel im Süden und Südosten Europas weit verbreitet ist, dringt immer weiter nach Norden vor. Inzwischen werden Silberreiher auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg beobachtet. Silberreiher ernähren sich von Insekten, Amphibien und Fischen, die sie beim langsamen Durchwaten von seichten Flachwasserbereichen erbeuten.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 200; Blende 4,0; 1/750 Sek.

 

August 2011

Eigentlich sollte man meinen, die heimische Vogelwelt wäre mit dem diesjährigen Brutgeschäft und der Jungenaufzucht durch. Doch weit gefehlt, denn Europas kleinste und zierlichste Schwalbe hat mit der Familienplanung immer noch "alle Federn voll" zu tun. Die nicht einmal sperlingsgroße Uferschwalbe, die unterirdisch nistet und dafür Höhlen in sandige Steilwände gräbt, bereitet gegenwärtig den letzten Nachwuchs dieses Jahres auf den Start ins Leben vor. An der Ostseeküste im Nordwesten der Insel Rügen, wo dieses Foto am 13. August 2011 aufgenommen wurde, sind noch immer einige Kolonien der Uferschwalbe besetzt. Mit ihrer schlanken Gestalt und den spitzen Flügeln sind die possierlichen Vögel als schnelle und wendige Jäger unterwegs, um in rasantem Flug dicht über der Wasseroberfläche kleine Insekten zu erbeuten. Anfang September verlassen die Uferschwalben ihre Brutheimat an der Ostsee und ziehen zum Überwintern in wärmere Gefilde.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 200; Blende 4,0; 1/800 Sek.

 

Juli 2011

Nach den Regentagen der letzten Wochen hat der Juli mit einem außergewöhnlichen Fotoshooting zum Seeadler auf dem Wieker Bodden im Norden der Insel Rügen doch noch ein versöhnliches Ende gefunden. Schon lange bin ich mit meinen Kameras an Seen, Bodden und der Ostsee unterwegs, um Seeadler auf Speicherkarte und Zelluloid zu bannen, die auf Steinen im Wasser sitzen. Selten trifft man jedoch auf einen Stein, der so in Reichweite des Ufers im Wasser liegt, dass sich das Aufbauen eines Fotoversteckes lohnt. Und selbst wenn: Wann sitzt der Adler auf dem Stein? Doch meistens dann, wenn man sich gerade nicht im Versteck befindet. Der abgebildete Seeadler, der am 31. Juli 2011 um 14.10 Uhr fotografiert wurde, sitzt regelmäßig in der Mitte des Wieker Boddens auf einem großen Stein neben der Fahrrinne. Langsam vorbeifahrende Boote - beispielsweise von Anglern - werden vom alten Seeadlermännchen recht großzügig toleriert. Manchmal sitzen eben keine Angler mit Angeln im Boot, sondern Tierfotografen mit langen Teleobjektiven.

Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/200-400mm IF ED VR G; ISO 250; Blende 4,0; 1/1250 Sek.

 

Juni 2011

Um die grandiosen Landschaften zwischen Bodden und Meer auch aus der Vogelperspektive zu entdecken, startet Naturfotograf Rico Nestmann regelmäßig zu Fotoflügen. Dabei werden kleinere Flugzeuge sowie Hubschrauber angemietet. Einerseits werden die aktuellen Luftbilder über die Fotoagentur von Rico Nestmann vertrieben, andererseits finden sie Eingang in die vielfältigen Publikationen des Fotografen und Autors.

Die abgebildete Luftbild-Fotografie entstand bei einem Fotoflug am 1. Juni 2011 und zeigt die Vogelinsel Heuwiese aus der Vogelperspektive. "Beim Überfliegen dieser wunderschönen Insel hat mich besonders der Blick auf die Kormorankolonie fasziniert. Aus der Luft sieht diese Brutfläche wie freigemäht aus. Überhaupt ist es faszinierend, dass die Natur immer einen (Aus-)Weg findet und die Kormorane in Ermangelung geeigneter Brutbäume an der Küste an einigen Stellen als spezialisierte Bodenbrüter auftreten", so Rico Nestmann zu diesem Bild.



Nikon D2Xs; AF-S Nikkor 4,0/12-24mm IF ED G DX; ISO 200; Blende 5,6; 1/640 Sek.

Die Vogelinsel Heuwiese liegt im Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft" und ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Großschutzgebiet erhalten möchten, können sie hier klicken. Ein Nationalpark, der sich vom Darß bis nach Rügen über 805 Quadratkilometer erstreckt.